Inhaltsangabe

Argan ist ein Leidender, der sich – wie so viele Menschen – seine zahlreichen Gebrechen und Wehwehchen nur einbildet. Bestärkt wird er von seiner zweiten Frau Béline, die hofft, von ihm als Alleinerbin eingesetzt zu werden sowie von einer ganzen Schar von Ärzten und Apothekern, denen Argans imaginäre Krankheiten üppige Einnahmen bescheren.

Fortwährend kuriert und doktert der Hypochonder an sich herum und verfällt in steter Angst um sein kostbares Leben letztlich sogar auf den Gedanken, seine Tochter Angélique mit einem angehenden Arzt, einem eitlen Schwätzer und albernen Dilettanten, zu verheiraten. Angélique – ihrerseits unsterblich in Cléant verliebt – weigert sich und bringt ihren Vater damit zur Raserei.

Nun greift Argans Dienstmädchen, die kess-energische Toinette ein, um ihren Herrn zur Vernunft zu bringen und Angéliques Liebe zu retten: Sie erscheint als Arzt verkleidet, beschimpft Argans Leibarzt als Kurpfuscher, verordnet dem „Kranken“ eine Diät aus all seinen Lieblingsspeisen und bringt Argan dazu, sich tot zu stellen, um so in Béline die pietätlose Erbschleicherin und in Angélique die liebevoll trauernde Tochter zu entdecken.
Gerührt stimmt der Vater daraufhin der ersehnten Heirat von Angélique und Cléant zu, vorausgesetzt allerdings, dass sein zukünftiger Schwiegersohn den Arztberuf ergreift…

Schonungslos, aber heiter werden hier menschliche Schwächen aufs Korn genommen

Zitate und Erkenntnisse

“Die eingebildeten Kranken sind kein Problem, nur die gebildeten.”
Klaus Klages

“Krankheit ist ein Luxus, den sich bald nur noch Ärzte leisten können.”
Wolfgang Weidner

“Die meisten Menschen sterben an ihren Ärzten, nicht an ihren Krankheiten.”
französisches Sprichwort

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